Jahreshauptversammlung 2015

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Bericht des SÜDKURIER vom 16.03.2015:

Tragende Säule seit 20 Jahren
Freundeskreis für Kirchenmusik feiert Geburtstag - 40 Jahre Sommerkonzertreihe in Schlosskirche.
Von Elfi Braschel


Die Vorstandsmitglieder des Freundeskreises für Kirchenmusik mit (von links): Edith Ege (2. Vorsitzende), Sönke Wittnebel (1. Vorsitzender), Bernd Frebel (Schatzmeister) und Hiltrud Beller (Schriftführerin) feierten zusammen mit den Vereinsmitgliedern das Vereinsjubiläum.  Bild: Braschel


Eine wunderbare Erfahrungsgeschichte hat dieser Verein hinter sich“, bedeutete der Vorsitzende und Kantor an der Schlosskirche, Sönke Wittnebel, in der jährlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Freitagabend. Und fuhr fort: „Ich habe den Eindruck, dass die Mitglieder wirkliche Freunde sind. Sie bringen uns so viel positive Energie und Wohlwollen entgegen.“ Rund 20 musikalische Gruppen unterstützt der Verein und stellt bei der Mitfinanzierung bedeutender kirchenmusikalischer Projekte eine tragende Säule dar, ohne den diese nicht realisierbar wären.

Aus gegebenem Anlass hatte der Verein zu einem Empfang geladen. Da an diesem Abend die Geschichte des Freundeskreises im Mittelpunkt stehen sollte, wurden die Formalien knapp gehalten. Anstelle ausführlicher Berichte gaben Schautafeln nähere Auskünfte über die Ereignisse sowie über Zuschüsse für Renovierungen und Anschaffungen von Instrumenten in den einzelnen Gemeinden. Eine wichtige Änderung gab Wittnebel bekannt: Der seit 25 Jahren bestehende Singkreis der Bonhoeffer-Gemeinde unter der Lei- tung von Cornelia Riedl wird seine öffentlichen Auftritte nicht fortsetzen. „Einerseits ist dies zu bedauern, andererseits ist es ein Zeichen von großer Kontinuität langjähriger Chortätigkeit.“ Unter seiner Leitung hat sich im Advent 2014 dagegen ein neuer Chor formiert: ein Jugendchor mit rund 20 Mitgliedern ab zwölf Jahren, der seinen ersten Auftritt im Juni anlässlich des Gemeindefestes der Erlöserkirche haben wird.

Zwar habe es im vergangenen Jahr keine großen Anschaffungen gegeben, doch für die Konzerte habe es diesmal mehr Geld gebraucht, informierte Schatzmeister Bernd Frebel, was ein kleines Defizit ergab. Außerdem würden die öffentlichen Fördergelder immer spärlicher. Hier sei der Freundeskreis gefordert, die Lücke aufzufüllen. Nicht zuletzt gab Wittnebel einen differenzierten Einblick mit Klangbeispielen in das Karfreitagskonzert, die Johannes-Passion des Barockkomponisten Thomas Selle. Eine Diashow verschaffte einen Rückblick auf die unterschiedlichen musikalischen Aktivitäten der letzten zehn Jahre. Per Laptop gab es einen Einblick in die Homepage des Freundeskreises.

Die stellvertretende Vorsitzende Edith Ege zeigte sich stolz auf die vergangenen Jahre und hob hervor, dass die Projekte in den einzelnen Gemeinden deren Zusammenhalt förderten. „Wir als feste Größe sollten schauen, dass wir Zukunft haben.“ Auch Michael Maier, Vorsitzender der Schlosskirchengemeinde, gratulierte. Die Kirchenmusik in Friedrichshafen habe eine große Bedeutung, sogar über Friedrichshafen hinaus. „Gegründet wurde der Freundeskreis, um das zu unterstützen, was nie verstummen darf“, hob Maier hervor, „insbesondere die lange Tradition der Passionskonzerte.“

Als kleines Dankeschön bekommen die Mitglieder für das Konzert am 24. Oktober, „Der Messias“ von Händel, um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten. Und noch einen Geburtstag gibt es zu feiern: 40 Jahre Sommerkonzerte in der Schlosskirche. Wittnebel hat auch hier allen Grund zur Freude: „Es ist nicht selbstverständlich, dass eine solche Reihe neben der Angebotsfülle im Sommer über so viele Jahre Bestand hat.“